Auswärtssieg in Woltmershausen

Gute Halbzeit, aber Rückstand

Am Samstag, 6. April trat die Leher TS beim TS Woltmershausen an. Das Spiel hatte für beide Teams eine besondere Bedeutung. Die LTS konnte ihren Abstiegsplatz im Falle eines Sieges an den Gegner abgeben, der wiederum sich von den dringendsten Abstiegssorgen freistrampeln wollte.

Die erste Hälfte gehörte ganz klar den Blau-Weißen. Allein in der ersten Viertelstunde lautete das Chancenverhältnis 3:0 für LTS. Die größte hatte Jerome Albritton nach ein tollen Flanke von Luan Muhaxheri.

Erst in der 16. Minute kamen die Gastgeber erstmalig in Richtung LTS-Tor. Nach einem Konter verpuffte aber der Angriff in Wohlgefallen. LTS machte weiter Druck, weitere Chancen für Lasse Thielebeule (24.), Muhaxheri (30.) und Fardin Azizi in der 34. Minute. In der 40, Minute nahm Azizi mit einem Freistoß aus 22 Metern Maß. Azizi schießt super, aber TSW-Keeper Sebastian Gohla hält in höchster Not.

Erst in der 43. Minute hatte Woltmershausen eine weitere Tormöglichkeit, aber der Kopfball ging weit am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später machten sie es besser. Aus ca. 25 Metern schossen sie einfach mal flach ins lange Eck. Torhüter Lukas Katarius musste sich mit seinen 1,95 Metern ganz schön strecken, aber konnte den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch zur Ecke lenken. Die Ecke brachte zwar nichts ein, aber die daraus resultierende folgende Ecke sollte den bisherigen Verlauf auf den Kopf stellen. Diese Ecke landete auf dem Kopf von Hendrik Brede, der den Ball als Bogenlampe in die lange Ecke bugsierte. Bei der Rettungsaktion verletzte sich Katarius leicht, musste kurz behandelt werden, konnte aber weiterspielen.

Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Im Gegensatz zu den letzten Spielen, hatten die Blauen wirklich gut und dominant gespielt und doch durch einen Standard den Gegentreffer kassiert.

Vier Tore in Halbzeit 2

In der zweiten Halbzeit startete Woltmershausen aggressiver. Damit kamen die Gäste zunächst nicht so richtig zurecht. Mark Abila war der Nutznießer und traf zum 2:0 in der 48. Minute.

Gleichzeitig war das aber auch der Weckruf für die LTS wieder mehr zu investieren. In den letzten fünf vorherigen Spielen hatten sie ja bereits bewiesen, dass sie wieder zurück kommen können. In der 51. Minute hatte Thielebeule eine gute Chance, doch sein Freistoß aus 24 Metern ging über das Tor. In der 53. Minute machte er es besser. Eine Ecke landete bei Dejan Manojlovic, der aus 17 Metern abzog. Thielebeule stand goldrichtig vor dem Tor und gab dem Ball den entscheidenden Impuls zum 2:1. Proteste der Gastgeber wegen Abseits wies der Schiedsrichter Justin Ossman ab, denn ein Verteidiger stand noch am Pfosten und verpasste es rechtzeitig raus zu rücken.

Woltmershausen wollte jetzt die Entscheidung und drehten an der Härte. Mit dem Effekt, dass sie es übertrieben. In der 76. Minute bekam der agile Stürmer Mark Abila die rote Karte nach einem brutalen Foul an Noel Lautner. Zum Glück konnte der gute Innverteidiger weiterspielen.

In der 78. und 79. Minute hatte LTS durch Aike Horstmann, der für Manojlovic gekommen war, und Pufong gute Chancen, die aber knapp am Tor vorbei gingen. In der 82. Minute wollte Horstmann eine Flanke schlagen, doch der Ball segelte unhaltbar ins lange Ecke zum 2:2.

Die Gastgeber wollten sich wehren. Und das in der 88. Minute beinahe erfolgreich. Pascal Petersen wurde nur sechs Meter vor dem Tor glänzend frei gespielt. Seinen satten Schuss von halb rechts pariert Katarius mit einer sensationellen Reaktion und hielt das Unentschieden mit dieser Parade fest.

In der 2. Nachspielminute verlor Ruben Liesigk vom TSW die Nerven und kassierte dafür die Gelb-Rote-Karte. Nun war LTS mit zwei Spielern in Überzahl und noch etwa 3 Minuten zu spielen. In der 7. Nachspielminute – wahrscheinlich mit dem letzten Angriff des Spiels – spielte Mika Hasanspahic einen weltklasse Pass genau in die Nahtstelle, wo Gökhan Yücel lauerte und alleine aufs Tor zu lief. Mit seiner ganzen Erfahrung schießt er zum 3:2 Siegtreffer ein. Er erzielt damit seinen 11. Saisontreffer.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff, beendete Schiedsrichter Assmann die Partie und besiegelte den dreifachen Punktgewinn der Blau-Weißen Jungs.

Cheftrainer Saša Pinter nach dem Spiel: „Der Sieg war hoch verdient. Natürlich ist es auch glücklich, wenn in der 98. Minute der Siegtreffer fällt, aber wir haben das Spiel dominiert und müssen schon ersten Halbzeit in Führung gehen. Vielleicht hat zunächst noch die letzte Entschlossenheit gefehlt. Aber nach der 2:0 Führung haben wir uns verdient zurück gekämpft.“

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